1. Gefährdungsbeurteilung nur auf Papier erledigt
Oft wird ein Standardformular ausgefüllt, aber ohne Mitarbeiterbefragung oder Betriebsarzt. Ergebnis: keine belastbaren Daten, keine konkreten Maßnahmen.
2. Unterweisung nur für Opfer und Täter
Die Mehrheit der Kolleg*innen wird vergessen – sie sind aber wichtig als Zeug*innen und Multiplikator*innen.
3. „Null-Toleranz“ ohne Verfahren
Ein klarer Leitsatz ist gut, aber ohne festgelegte Schritte (Who does what, until when?) bleibt er folgenlos.
4. Eskalationsleiter fehlt
Viele Betriebe kennen den ersten Ansprechpartner, aber nicht den zweiten oder dritten – wenn dieser ausfällt, bleibt der Konflikt ungelöst.
5. Dokumentation nur auf Papier
Bei Prüfungen kann kein Nachweis gefunden werden, weil Ordner verlegt oder nicht aktuell sind. Digitale Archivierung sichert Verfügbarkeit und Aktualität.