⚖️ Rechtliche Grundlagen
Zugrunde liegende Regelwerke
- GefStoffV - Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen*)
- TRGS 400 - Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
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Lötarbeiten gehören in fast jeder Produktionsstätte zum Arbeitsalltag – sei es beim Elektronik-Bau, der Metallverarbeitung oder der Instandhaltung. Doch offene Flammen, heiße Temperaturen bis 450 °C, giftige Dämpfe und schwer entflammbare Lötmittel bergen erhebliche Gefahren. Die DGUV Regel 109-607 schreibt deshalb verpflichtende Unterweisungen vor, um Unfälle und Gesundheitsschäden zu verhindern. Personalverantwortliche müssen sicherstellen, dass jede beschäftigte Person vor dem ersten Löten und danach in regelmäßigen Abständen unterwiesen wird. Diese Landingpage zeigt Ihnen, welche Inhalte die Schulung deckt, welche rechtlichen Pflichten bestehen und wie Sie mit einer digitalen Lösung Zeit und Kosten sparen – vollständig dokumentiert und revisionssicher.
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Anschließend muss der Arbeitgeber gemäß ArbSchG § 12 jede Person vor erstmaliger Tätigkeit und spätestens alle 12 Monate unterweisen. Die Dokumentation erfolgt durch Unterschrift des Mitarbeiters in der Unterweisungsbescheinigung (DGUV Vorschrift 1 § 4 Abs. 4). Bei Nachweisdefiziten drohen Bußgelder nach ArbSchG § 25.
Die Teilnehmenden erfahren, welche Vorschriften für ihr Betriebsgeschehen gelten und wie die internen Betriebsanweisungen zu lesen sind.
Technische Maßnahmen: Lötrauchabsaugung, Temperaturbegrenzung, Feuerlöscher in Griffnähe. Organisatorische Maßnahmen: Freimachen des Arbeitsplatzes, Kennzeichnung heißer Oberflächen, gegenseitige Kontrolle. Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Hitzebeständige Schutzbrille, flammhemmende Kleidung, ggf. Atemschutz bei Blei-Legierungen.
Die Teilnehmenden führen an einer Übungsplatine ein Standard-Lötbond durch und dokumentieren Hitze- und Dampfexposition über einen Messdatenlogger.
Verhalten bei Brand: Sofortige Abschaltung, Benutzung eines Löschdecke oder CO₂-Löschers, kein Wasser bei brennendem Lötmittel. Erste Hilfe bei Verbrennungen: Kühlung 15 min, ärztliche Versorgung bei Blasenbildung. Bei Dampfinhalation: Frischluft, ggf. Notarzt bei Atemnot.
Typische Gefährdungen beim Löten:
Das TOP-Prinzip liefert die Rangfolge der Schutzmaßnahmen:
Besonderheiten: In der Lebensmittelindustrie sind zusätzliche Reinheits- und Kontaminationsauflagen zu beachten.
Aufbewahrungsfrist: 5 Jahre ab dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses (DGUV Vorschrift 1 § 4 Abs. 4).
Nur die Ersteinweisung durchgeführt, aber keine jährliche Auffrischung – Bußgelder drohen.
Lötrauch und Bleioxid-Dämpfe wurden übersehen, keine Absaugung vorgesehen.
Statt hitzebeständiger Schutzbrille nur Allgemein-PSA verwendet.
Unterschriftenlisten werden nicht aufbewahrt – Lücken bei Betriebsprüfungen.
Isopropanol offen neben Lötkolben gelagert – Brandgefahr.
Bedürfen einer intensiveren Unterweisung und zusätzlicher Beaufsichtigung gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) § 12b.
Die Vorschrift 1 legt allgemeine Grundlagen zur Prävention fest, während Regel 109-607 konkrete technische und organisatorische Maßnahmen für Lötarbeiten formuliert.
Ja, auch geringfügige Lötarbeiten lösen die Unterweisungspflicht aus. Die Häufigkeit spielt keine Rolle.
Ja, sowohl Erst- als auch Wiederholungsunterweisung sind online zulässig, wenn die praktische Übung digital simuliert und die Kenntnisprüfung bestanden wird „Branche Metallbau“.
Kombinationsfilter Typ ABEK-P3 (organische Gase und Partikel) nach DIN EN 14387.
Ca. 45–60 Minuten inklusive interaktiver Übung und abschließender Prüfung.
Unbedingt. Die Bescheinigung ist 5 Jahre aufzubewahren und bei Betriebsprüfungen vorzuzeigen (DGUV Vorschrift 1 § 4).
Nein, die Vorschriften gelten unabhängig von der Unternehmensgröße.
Sachkundige Personen gemäß DGUV Vorschrift 1 § 6, z. B. Sicherheitsfachkraft, Meister oder autorisierte externe Dienstleister.
Sparen Sie Zeit und Kosten: Unsere digitale Unterweisung nach DGUV Regel 109-607 ist in 60 Minuten abgeschlossen, automatisch dokumentiert und jederzeit abrufbar. Keine Raumkosten, keine Dozentengebühren – einfach skalierbar für das gesamte Team.