Fehler 1: Verwendung von gewöhnlichen Arbeitshandschuhen statt zertifizierter Schnittschutzhandschuhe.
Erklärung: Viele Mitarbeiter glauben, dass normale Baumwoll- oder Lederhandschuhe ausreichend schützen. Bei Kontakt mit scharfen Klingen können diese jedoch leicht durchstoßen oder geschnitten werden, wodurch das Verletzungsrisiko kaum reduziert wird.
Fehler 2: Unterlassen der Prüfung von Schneidwerkzeugen vor Gebrauch.
Erklärung: Beschädigte Klingen (z. B. Ausbrüche, Verformungen) führen zu unvorhersehbarem Schnittverhalten und erhöhen die Unfallgefahr erheblich. Eine einfache Sichtprüfung vor jedem Einsatz verhindert dieses Risiko.
Fehler 3: Lagerung scharfer Werkzeuge lose in Werkzeugkisten oder auf Arbeitsbänken.
Erklärung: Los liegende Klingen können unbeabsichtigt greifen und zu Schnittverletzungen führen, besonders wenn andere Mitarbeiter unbemerkt in die Nähe greifen. Eine sichere Aufbewahrung in geschützten Behältern ist essenziell.
Fehler 4: Fehlende oder unvollständige Dokumentation der Unterweisung.
Erklärung: Ohne nachweisbare Unterweisung kann der Arbeitgeber im Schadensfall nicht nachweisen, dass er seiner Unterweisungspflicht nachgekommen ist, was zu Bußgeldern und Leistungsfreiheit der Berufsgenossenschaft führen kann.
Fehler 5: Vernachlässigung des Tragens von Schnittschutzjacken bei Arbeiten mit großen Metallblechen.
Erklärung: Beim Schneiden großer Platten kann das Abrutschen des Werkzeugs zu tiefen Schnittverletzungen am Rumpf führen, die durch eine einfache Jacke verhindert werden könnten.
Fehler 6: Durchführung von Schneidetätigkeiten ohne klare Arbeitsanweisung oder Gefahrenbereichskennzeichnung.
Erklärung: Ohne festgelegte Schnittechnik und ohne abgegrenzte Arbeitszone erhöht sich das Risiko von Fehlgriffen und Kollisionen mit anderen Mitarbeitern erheblich.