Modul 1: Gerätekunde und Betriebsanleitungen
Die Schulung beginnt mit der systematischen Übersicht über gängige Gerätegruppen und deren spezifische Gefährdungspotenziale. Die Teilnehmenden lernen, Symbolik und Warnhinweise in Betriebsanleitungen richtig zu deuten und die Herstellerangaben (Leerlaufdrehzahl, Schmierintervalle, Leistungsgrenzen) als verbindliche Sicherheitsvorgaben zu verstehen.
Modul 2: Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
Statt nur aufzulisten, wird die konkrete Auswahl geübt: Schutzbrille nach EN 166 mit Seitenschutz, Gehörschutz mit korrekter Dämmwert-Angabe (H=29 dB), Schnittschutzkleidung nach EN ISO 20471 und rutschfeste Sicherheitsstiefel mit Kettenschutz. Ein Praxistest zeigt, wie man Größe und Tragekomfort richtig beurteilt, um Akzeptanz zu erhöhen.
Modul 3: Inbetriebnahme und Vorbereitung
Mit Checklisten wird der Arbeitsplatz geräumt: Steine, Metallteile und Glasreste beseitigt, Absturzräume markiert, Fußgänger und Spielende aus Sperrzonen gewiesen. Die korrekte Kraftstoff-Einfüllung wird demonstriert – Erdungskabel anlegen, Freiluft tanken, Beimischen von Zwei-Takt-Öl im Verhältnis 1:50. Ein Funktionstest (Leerlauf, Feststellbremse, Ketten- oder Fadenspannung) schließt das Modul ab.
Modul 4: Sicheres Führen und Schneiden
Anhand realer Szenarien wird das „5-Schritte-Sicherheitsprinzip“ trainiert:
- Feste Standposition einnehmen
- Beide Hände am Gerät
- Schnittbereich visuell abgrenzen
- Kontrollierte Zugbewegung ausführen
- Gerät nach Schnitt sofort abstellen
Spezielle Übungseinheiten gelten
Hanglagen, wo das Gerät immer
bergaufwärts zu führen ist, um Rückschlagsicherheit zu gewährleisten.
Modul 5: Wartung und Fehlersuche
Teilnehmende erlernen die visuelle Inspektion vor jeder Inbetriebnahme: Schrauben festgezogen, Schutzhauben intakt, Zugstarterfunktion geprüft. Ein Wartungsplan (wöchentlich, monatlich, saisonal) wird gemeinsam erstellt. Typische Störungen wie Vergaserverklemmung oder Fadenbruch werden simuliert, Lösungswege erarbeitet.
Modul 6: Notfallmanagement
Abschließend üben die Mitarbeitenden, wie bei Verletzungen durch Rotationswerkzeuge schnell Erste Hilfe zu leisten ist: Druckverband anlegen, Notruf 112, Unfallstelle sichern. Ein Notfall-Flowchart wird als PDF bereitgestellt, das am Fahrzeug und im Werkstattbüro aushängt.