Thema · Arbeitsschutz
Unterweisung Erstellung eines Hygieneplans: Rechtssicher & praxisnah
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 7 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Arbeitsschutz · Gesundheitswesen, Pflege · Hygiene · Reinigung, Gebäudereinigung
- Rechtsgrundlage
- DGUV Information 207-009 - Infektionsgefährdungen bei der Betreuung und Pflege von Menschen; IfSG - Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 8001
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
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Rechtssicher
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WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Infektionsschutzgesetz (IfSG) § 23 Abs. 3 verlangt für Krankenhäuser und § 36 Abs. 3 für Pflegeeinrichtungen sowie Kindertagesstätten einen schriftlichen Hygieneplan. Dieser muss auf Basis eines durchgeführten Hygienischen Aufrisses erstellt und jährlich aktualisiert werden. Die Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 3 fordert, dass Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die notwendigen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umständäße feststellen und durchführen müssen. Ergänzend verweist DGUV Vorschrift 1 Grundsätze der Prävention § 4 auf die Pflicht zur Gefährdungsbeurteilung, zu der auch hygienische Risiken zählen. Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) § 3 konkretisiert diese Pflicht auf technische Arbeitsmittel, wobei z. B. Desinfektionsgeräte oder Ultraschallreiniger einzubeziehen sind.
Zugrunde liegende Regelwerke
- DGUV Information 207-009 - Infektionsgefährdungen bei der Betreuung und Pflege von Menschen · Ausgabe 2025.02
- IfSG - Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
- 1. Standortanalyse & Gefährdungsbeurteilung: Sie führen einen digitalen Rundgang durch Ihre Einrichtung und identifizieren nach DGUV Vorschrift 1 § 4 relevante Gefährdungen: hohe Patient*innenfrequenz, Multimorbidität, invasive Maßnahmen.
- 2. Rechtliche Grundlagen verstehen: Wir erklären die Pflichten aus IfSG § 23 und § 36, den Hygienischen Aufriss nach RKI-Empfehlung sowie die Verknüpfung mit ArbSchG § 3 und der BetrSichV § 3.
- 3. Struktur & Inhalte eines Hygieneplans: Sie lernen die 12 zentralen Kapitel: Zielsetzung, Verantwortlichkeiten, Risikobereiche, Hygienemanagement, Schutzausrüstung, Reinigung & Desinfektion, Umgang mit infektiösen Materialien, Mitarbeiter*innen-Gesundheit, Beschwerdemanagement, Schulung, Qualitätskontrolle, Notfallmanagement.
- 4. Praxisnahe Vorlagen nutzen: Sie erhalten editierbare Word- und Excel-Vorlagen, Checklisten zu Händehygiene, Flächendesinfektion und Instrumentenaufbereitung sowie ein Beispiel für einen vollständigen Hygieneplan einer 60-Betten-Reha-Klinik.
- 5. Umsetzung & Dokumentation: Wir zeigen, wie Sie die Maßnahmen im Team kommunizieren, Schulungsnachweise führen und die jährliche Überprüfung strukturieren – inklusive digitaler Lernkontrollen und Zertifikat nach DGUV Vorschrift 1 § 4.
Ein integrierter Praxis-Workshop lässt Sie einen eigenen Kurz-Hygieneplan für einen definierten Bereich (z. B. Station 2A) erstellen und anschließend von einem erfahrenen Hygienefachberater*innen kommentieren lassen.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
- Tröpfchen- und Schmierinfektionen: Durch unzureichende Händehygiene oder fehlende Flächendesinfektion (z. B. Türgriffe, Handys)
- Blood-borne Pathogens: Ansteckung mit HBV, HCV oder HIV bei Injektionen oder Operationen
- Multiresistente Keime (MRGN, MRSA): Übertragung durch Kontakt mit Kolonisierten oder kontaminierten Gegenständen
- Noroviren: Schnelle Ausbreitung in Gemeinschaftseinrichtungen durch Aerosole beim Erbrechen
TOP-Prinzip der Gefährdungsbeurteilung:
- Technisch: Installation von Händedesinfektionsspender an jedem Patientenbett, Ultraschallreiniger mit Validierung
- Organisatorisch: Festlegung von Reinigungsintervallen (2x täglich hohe, 1x täglich niedrige Kontamination), Einweisung aller Mitarbeitenden
- Personell: Schulung zur korrekten Handedesinfektion (5-Moment-Modell), Angebot kostenloser Impfungen (Hepatitis B, Influenza)
Alle Maßnahmen sind im Hygieneplan zu priorisieren und mit Verantwortlichen zu benennen.
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
- Krankenhäusern (Akut- und Rehakliniken)
- Pflege- und Altenheimen
- Ambulanten Pflegediensten
- Arzt- und Zahnarztpraxen
- Frühförderstätten und Kindertagesstätten mit medizinischem Schwerpunkt
Branchenspezifische Besonderheiten wie stationäre Isolationsmaßnahmen oder invasive Eingriffe in Praxen werden in getrennten Modulen behandelt.
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Hygienischer Aufriss aktuell erstellt?
- Alle Risikobereiche identifiziert und priorisiert?
- Schutzausrüstung (Handschuhe, Masken, Kittel) vorhanden und geprüft?
- Reinigungs- und Desinfektionspläne standortgenau?
- Schulungsnachweise für alle Mitarbeitenden vorhanden?
- Notfallmanagement bei Ausbrüchen (z. B. Norovirus) definiert?
- Jährliche Überprüfung terminiert und dokumentiert?
- Bußgeld-Checkliste mit Straftatbeständen abgelegt?
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlender Hygienischer AufrissViele Einrichtungen überspringen die systematische Bestandsaufnahme und kopieren Standard-Pläne – das Gesundheitsamt erkennt dies sofort.
- Veraltete Kontakt- und FlächenlistenTürgriffe, Handys und Stethoskope werden oft vergessen; MRSA-Ausbrüche sind häufig die Folge.
- Fehlende SchulungsnachweiseLaut ArbSchG § 12 müssen alle Mitarbeitenden nachweislich unterwiesen sein – auch Reinigungskräfte und Praktikant*innen.
- Nicht angepasste Intervalle
Eine Reinigung „einmal täglich“ reicht bei stark frequentierten Flächen nicht aus.
5. Unklare Verantwortlichkeiten
Wer prüft die Desinfektionsmittelkonzentration? Wer informiert das Gesundheitsamt? Ohne klare Rollen droht Chaos.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Schwangere und Stillende Beim Umgang mit Chemodesinfektionsmitteln ist auf Schwangerschafts-Hinweise gemäß GHS-Kennzeichnung zu achten; ggf. alternativen Arbeitsplatz schaffen.
Allergiker*innen: Latex-freie Untersuchungshandschuhe bereitstellen und in den Hygieneplan aufnehmen.
Auszubildende: Erhalten eine gesonderte Einführung, da sie häufig in mehrere Stationen rotieren.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Erstellung eines Hygieneplans
Wie lange dauert die Unterweisung?
90 Minuten reine Lernzeit plus individuelle Praxisübung. Das Zertifikat erhalten Sie sofort nach erfolgreichem Abschluss.
Brauche ich Vorkenntnisse?
Nein. Die Schulung baut auf Grundkenntnisse im Gesundheitswesen auf, erklärt aber alle rechtlichen Details verständlich.
Kann ich den Hygieneplan sofort einsetzen?
Ja, Sie erhalten vollständige Vorlagen, die Sie nur noch anpassen müssen. Eine Checkliste erleichtert die Umsetzung.
Wie aktuell ist das Wissen?
Alle Inhalte basieren auf dem aktuellen Stand des IfSG, der RKI-Empfehlungen und der DGUV-Regelwerke 2024.
Ist die Schulung anerkannt?
Das Digital-Zertifikat entspricht den Anforderungen der DGUV Vorschrift 1 § 4 und wird von Berufsgenossenschaften und Aufsichtsbehörden anerkannt.
Was kostet die Weiterbildung?
Die Online-Unterweisung können Sie kostenlos testen; nach Abschluss erhalten Sie Ihr Zertifikat ohne Zusatzkosten.
Kann ich Kolleg*innen einschulen?
Ja, mit dem integrierten „Multiplikator-Material“ können Sie das Wissen im Team weitergeben.
Wie speichere ich die Dokumente sicher?
Alle Dateien liegen verschlüsselt in Ihrer Lernplattform und können jederzeit heruntergeladen werden.
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