Thema · Allgemein
Unterweisung Dienstfahrzeuge PKW – Verantwortung sicher umgesetzt
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 10 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Allgemein · Arbeitsschutz · Bauhof · Fahrzeuge
- Rechtsgrundlage
- DGUV Vorschrift 70 - Fahrzeuge
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 4020
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
-
Rechtssicher
ArbSchG-konform
-
Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
-
Zertifikat
Automatisch als PDF
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Ein Klick
Keine Registrierung
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KISS
Kurz und bündig
-
Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Zugrunde liegende Regelwerke
- DGUV Vorschrift 70 - Fahrzeuge · Ausgabe 1990.10 aktualisierte
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
1. Rechte und Pflichten des Fahrzeugführers
- Fahrerlaubnis: Gültigkeit der Fahrerlaubnis (Klasse B), Mitnahme im Fahrzeug, Prüfung auf Fahrerlaubnistauglichkeit (§11 FeV).
- Sorgfaltspflicht: Regelmäßige Überprüfung von Beleuchtung, Reifen, Ölstand, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit (§23 StVO).
- Beladung & Ladungssicherung: korrekte Verstauung von Werkzeugkästen, Ersatzteilen und Material; Verwendung geeigneter Spanngurte zur Gewährleistung der Standsicherheit (§22 StVO).
2. Technische Kontrolle vor und nach der Fahrt
- Schaden- und Funktionsprüfung: visuelle Kontrolle von Reifen, Leuchten, Windschutzscheibe, Scheibenwischer und Karosserie.
- Prüfung von Sicherheitsausrüstung: Warndreieck, Verbandskasten, Warnweste und ggf. Löschdecke.
- Dokumentation von Mängeln: Nutzung des Betriebs- oder Wartungsbuchs, unverzügliche Meldung an Werkstatt bzw. Fuhrparkverantwortliche.
3. Fahrverhalten und Einsatzorte
- Innerorts und Baustellen: Vorrangregeln, Schrittgeschwindigkeit bei Be- und Entladung, Absicherung der Ladezone durch Warnwesten und ggf. Leuchtsignale.
- Landstraße und Autobahn: Sicherer Abstand, Anpassung der Geschwindigkeit an Witterung und Beladung, Beachtung von Lade- und Höchstgeschwindigkeiten.
- Naturschutzgebiete und Waldwege: Einschränkungen durch Naturschutzgesetze, Schotter- und Waldwege nur mit erforderlicher Bodenfreiheit und Allradantrieb.
4. Verhalten im Schadensfall
- Unfallstelle sichern: Warndreieck aufstellen (100 m Landstraße, 150 m Autobahn), Warnblinkanlage einschalten, Unfallbeteiligte in Sicherheit bringen.
- Hilfeleistung: Erste Hilfe leisten, Notruf 112 absetzen, betrieblicher Ersthelfer informieren.
- Dokumentation: Erstellen eines Unfallberichts (EU-Schadenformular), Fotos der Fahrzeuge und Spuren, Daten der Beteiligten notieren, unverzüglich Vorgesetzten informieren.
- Weiterleitung an Versicherung und Berufsgenossenschaft: Schadenmeldung innerhalb von 3 Tagen, Erfassung im digitalen Schadensmanagement-System.
Praxisbeispiel: Ein Mitarbeiter transportiert Akkuschrauber und Schlagschrauber im Kofferraum und muss plötzlich bremsen – die Ladung rutscht nach vorn und beschädigt die Heckklappe. Die Schulung vermittelt, wie er bereits vor Fahrtantritt die Ladung mit Spanngurten sichert und wie er den Vorfall korrekt dokumentiert, um Haftungsausschlüsse zu vermeiden.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
- Technische Gefahren: Bremsversagen, Reifenplatz, Defekt an Beleuchtung – Maßnahme: regelmäßige Inspektion laut Herstellerintervallen, sofortige Mängelbeseitigung.
- Organisatorische Gefahren: Zeitdruck durch engen Fahrplan, Überladung – Maßnahme: Tourenplanung mit Pufferzeiten, Gewichtsangaben in Fahrzeugpapieren beachten.
- Personenbezogene Gefahren: Ablenkung durch Smartphone, Einnahme von Medikamenten, Müdigkeit – Maßnahme: Handy nur mit Freisprechanlage, Ruhezeiten beachten, alkohol- und drogenfreies Fahren.
Weitere Schutzmaßnahmen: Einrichtung eines Fahrtenbuchs zur Nachvollziehbarkeit, Installation von Rückfahrkameras und Sensoren zur Vermeidung von Anfahrschäden, Bereitstellung von Warnwesten für alle Insassen, Schulung zum Umgang mit Elektrofahrzeugen und Hochvoltsystemen bei Hybridmodellen.
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Fahrerlaubnis gültig und mitgeführt?
- Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten vollständig?
- Reifendruck und Profiltiefe kontrolliert?
- Ladung richtig gesichert und Gewichtsgrenze eingehalten?
- Scheibenwischer intakt und Wischerflüssigkeit gefüllt?
- Mängel im Betriebsbuch dokumentiert und gemeldet?
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Keine regelmäßige Prüfung der SicherheitsausrüstungEin fehlendes Warndreieck oder leerer Verbandskasten führt bei Kontrollen zu Bußgeldern und gefährdet im Ernstfall Leben.
- Ladung nicht ausreichend gesichertWerkzeug kann bei Vollbremsung durch die Frontscheibe schlagen – Gefahr für Leib und Leben sowie Haftungsfall für den Fahrer.
- Mängel werden nicht gemeldetKleine Schäden wie ein defekter Reifen oder ein kaputter Scheinwerfer werden ignoriert – Unfallrisiko und Kostenexplosion während der Fahrt.
- Keine Dokumentation der UnterweisungBei Prüfungen fehlt der Nachweis – Bußgeld bis 5.000 € und möglicher Ausschluss der Berufsgenossenschaft.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Jugendliche Fahrzeugführer unter 21 Jahren Zusätzliche Schulung zum Fahren mit erhöhtem Risiko, Alkoholverbot 0,0 Promille, Begleitung durch erfahrene Kollegen in den ersten 6 Monaten.
- Schwangerschaft oder bestehende Erkrankungen Ärztliches Attest zur Fahreignung einholen, regelmäßige Kontrolltermine, ggf. Sitz- und Pedalanpassungen.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Dienstfahrzeuge (PKW)
Wer muss an der Unterweisung teilnehmen?
Alle Mitarbeitenden, die beruflich Dienstfahrzeuge (PKW, Kastenwagen, Pick-up) führen – unabhängig von Fahrleistung und Dauer.
Wie lange dauert die Online-Unterweisung?
Die modulare Schulung dauert ca. 30–35 Minuten und kann jederzeit unterbrochen und fortgesetzt werden.
Ist die Online-Schulung anerkannt?
Ja, die DGUV-konforme Online-Unterweisung erfüllt ArbSchG §12 und DGUV V70. Das digitale Zertifikat wird sofort nach Abschluss ausgestellt.
Welche Folgen hat ein Verstoß gegen Ladungssicherung?
Ordnungswidrigkeit (Bußgeld bis 75 €), Gefahr von Sach- und Personenschäden, Haftungsansprüche gegen den Arbeitgeber.
Wie oft muss ich meine Fahrerlaubnis überprüfen lassen?
Die Fahrerlaubnis ist vor jeder Fahrt mitzuführen und bei Ablauf der Gültigkeit rechtzeitig zu erneuern. Bei medizinischen Einschränkungen sofortige Meldung.
Kann ich die Unterweisung mobil am Smartphone absolvieren?
Ja, die Plattform ist responsive und funktioniert auf allen Endgeräten – ideal für Baustellen-Pausen oder im Home-Office.
Was muss ich im Schadensfall sofort tun?
Unfallstelle sichern, Erste Hilfe leisten, Polizei/Notarzt rufen, Fotos und Daten sichern, Vorgesetzten und Fuhrparkleiter informieren, Unfallbericht ausfüllen.
Muss ich die Unterweisung erneut machen, wenn ich den Firmenwagen wechsle?
Bei gleicher Fahrzeugklasse reicht ein Update-Modul (5–7 Minuten). Bei neuen Technologien (Hybrid, Elektro, Anhängerbetrieb) ist eine vollständige Wiederholung erforderlich.
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