Thema · Arbeitsschutz
DGUV 109-607 Unterweisung: Arbeiten mit Eintreibgeräten – Online & rechtskonform
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 4 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Arbeitsschutz · Maschinen, Geräte · Produktion
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 7004
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
-
Rechtssicher
ArbSchG-konform
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Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
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Zertifikat
Automatisch als PDF
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Ein Klick
Keine Registrierung
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KISS
Kurz und bündig
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Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
- Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 12 – Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, „dass den Beschäftigten Unfahren und Gesundheitsschäden vermieden werden.“
- Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) § 3 – Beschäftigte dürfen „Arbeitsmittel nur dann benutzen, wenn sie über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.“
- DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze der Prävention“ § 4 – Der Arbeitgeber muss Gefährdungsbeurteilungen durchführen und geeignete Unterweisungen auf Basis der ermittelten Gefährdungen festlegen.
- DGUV Regel 109-607 „Branche Metallbau“ – Konkretisiert die Anforderungen an die Sicherheit und Gesundheit beim Umgang mit Eintreib-, Setz- und Setzbolzen-Eintreibgeräten.
Diese Regelwerke bilden die Grundlage für unsere modulare Online-Schulung, die Sie direkt in Ihren Betrieballtag integrieren können.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
- Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG § 5: Für jeden Einsatzort mit Eintreibgeräten muss eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung vorliegen, in der Gerätetyp, Einsatzhäufigkeit, Umgebungsbedingungen und Schutzausrüstungen dokumentiert sind.
- Unterweisungs- und Nachunterweisungspflicht: Erste Unterweisung vor Inbetriebnahme, anschließend mindestens einmal jährlich oder bei sicherheitsrelevanten Änderungen (Neugerät, neuer Arbeitsplatz, Unfall).
- Dokumentation: Die erfolgte Unterweisung ist laut DGUV Vorschrift 1 § 4 Abs. 4 zu dokumentieren und 3 Jahre aufzubewahren.
- Bereitstellung persönlicher Schutzausrüstung (PSA): Sie müssen geeignete PSA wie Gehörschutz, Schutzbrille und Arbeitshandschuhe bereitstellen und auf Wartung überprüfen.
Erfüllen Sie diese Pflichten effizient per digitaler E-Learning-Lösung – jederzeit nachvollziehbar und revisionssicher.
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
Modul 1: Gerätearten und Funktionsweise
Wir erklären die technischen Unterschiede zwischen Bolzensetz-, Nagel- und Dübel-Eintreibgeräten, deren Einsatzgrenzen und Zubehör. Sie erfahren, wie Explosivtrieb-, Gas- oder Pressluftantrieb funktionieren und welche Kennzeichnungen „Branche Metallbau“ unbedingt vorhanden sein müssen.
Modul 2: Gefährdungsbeurteilung & richtiger Einsatzort
Anhand von Checklisten und 360°-Beispielbildern üben die Teilnehmenden, Gefährdungen wie Abprallschutz, Stolperfallen oder explosive Atmosphäre zu erkennen. Ein kurzer Fit-Check-Video zeigt, wie man PSA korrekt anlegt und überprüft.
Modul 4: Gerätewartung und Vorführ-Check
Teilnehmende lernen, vor jedem Einsatz Zündbereitschaft, Bolzenführung, Reinigung und Schmierung zu kontrollieren. Wir demonstrieren die korrekte Lagerung von Treibmitteln und Ersatzteilen und erklären das jährliche Prüfintervall nach DGUV V3.
Modul 5: Arbeitsorganisation und Verhalten
Praxisvideos vermitteln, wie man Hand- und Fingerpositionen wählt, um Quetsch- und Schlagverletzungen zu vermeiden. Wir simulieren Störfälle wie Hangfeuer und zeigen das korrekte Vorgehen bei Defekt oder Unfall.
Modul 6: Praxis-Test & Zertifikat
Ein abschließender interaktiver Praxistest mit 10 Fragen pro Modul sichert das Lernergebnis. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmenden automatisch ein individuelles Zertifikat, das als Nachweis für Arbeitgeber und Aufsichtsbehörden dient.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
Typische Gefährdungen beim Einsatz von Eintreibgeräten:
- Schlag- und Quetschverletzungen durch Bolzenrückschlag oder unerwartetes Auslösen.
- Abprallgeschosse bei unzureichender Abprallsicherung oder unsachgemäßem Zweitversuch.
- Hörverlust infolge nicht ausreichendem Gehörschutz bei wiederholten Schusslärm > 130 dB.
- Augenverletzungen durch Splitter oder Funken.
- Explosions- und Brandrisiko bei unsachgemäßer Lagerung oder Zusammenführung mit Zündquellen.
TOP-Prinzip umsetzen:
- Technisch: Geräte mit integriertem Abprallschutz und Feuerraumbremse verwenden.
- Organisatorisch: Freiräume abstecken, nur eingewiesene Personen im Arbeitsbereich zulassen.
- Personell: Jährliche Nachunterweisung, PSA bereitstellen, Befähigungsnachweis dokumentieren.
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Eintreibgerät ordnungsgemäß zugelassen (CE-Kennzeichnung, DGUV-Test)
- Gefährdungsbeurteilung vorliegend und aktuell
- PSA (Gehörschutz, Schutzbrille, Handschuhe, ggf. Schutzhelm) verfügbar
- Unterweisungsnachweis unterzeichnet und digital gespeichert
- Jährliche Geräteprüfung (DGUV V3) dokumentiert
- Freiraum abgesteckt und Hinweisschilder angebracht
- Treibladungen und Bolzen getrennt und sicher gelagert
- Erste-Hilfe-Material am Arbeitsplatz erreichbar
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende DokumentationEin häufiger Stolperstein: Kein Nachweis über durchgeführte Unterweisungen. Das führt bei Prüfungen zu Beanstandungen und kann die Versicherungsleistung gefährden.
- Unvollständige PSABeschäftigte tragen nur Schutzbrille, vergessen aber den Gehörschutz. Dauerhafte Schädigung ist vorprogrammiert.
- Veraltete GefährdungsbeurteilungDas letzte Dokument stammt noch aus der alten Halle – neuer Standort oder Gerätetyp fehlen.
- „Schnell mal eben“ MentalitätKurze Montage ohne Absteckung und ohne Prüfung – ein einziger Abprall kann schwerwiegende Verletzungen auslösen.
- Mangelnde NachunterweisungDie Erstunterweisung liegt drei Jahre zurück, obwohl jährlich erforderlich.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Besondere Personengruppen Jugendliche und Auszubildende benötigen laut Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) eine verstärkte Unterweisung, die zusätzliche Inhalte zu körperlichen Einschränkungen und erhöhten Vorsichtsmaßnahmen enthält. Leiharbeitnehmer dürfen erst nach erfolgreicher DGUV 109-607 Schulung und Befähigungsnachweise eingesetzt werden. Bei Telearbeit/Heimarbeit ist eine Verdichtung der digitalen Inhalte und eine schriftliche Bestätigung des Verständnisses erforderlich.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung DGUV 109-607 Arbeiten mit Eintreibgeräten
Muss die Schulung vor Ort oder online erfolgen?
Beides ist gemäß DGUV zulässig. Online-Schulungen sind vollständig rechtskonform, wenn sie praxisnahe Medien „Branche Metallbau“ und eine abschließende Prüfung enthalten.
Wie lange dauert die Online-Schulung?
Ca. 45–60 Minuten inklusive Praxistest. Die Inhalte sind selbstbestimmt und mobil abrufbar.
Wer führt die Nachunterweisung durch?
Der Arbeitgeber oder ein von ihm beauftragter Sicherheitsbeauftragter. Unser System generiert automatisierte Erinnerungen.
Ist ein Zertifikat ausreichend für externe Bauplätze?
Ja, das digitale Zertifikat enthält alle geforderten Angaben (Name, Datum, Gerätetyp, Unterschrift) und wird von Aufsichtsbehörden anerkannt.
Welche Kosten entstehen pro Teilnehmer?
Ab 14,90 € netto je Mitarbeitender – geringer als ein Tag Ausfallkosten für Präsenzschulung.
Kann ich die Unterweisung firmenindividuell anpassen?
Ja, Sie können eigene Betriebsanweisungen, Bilder und Videos hochladen.
Was passiert bei Prüfung durch die Berufsgenossenschaft?
Das System erzeugt eine revisionssichere Datei (PDF + CSV) aller Unterweisungen – keine Suche, kein Papierkram.
Gibt es Rabatte für große Teams?
Ab 50 Lizenzen erhalten Sie Staffelpreise und persönlichen Support.
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