Thema · Arbeitsschutz
Unterweisung Bildschirmarbeitsplatz für ortsgebundene Bildschirmgeräte
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 16 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Arbeitsschutz · Verwaltung, Büro
- Rechtsgrundlage
- ArbStättV - Verordnung über Arbeitsstätten; DGUV Information 215-410 - Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 4070
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
-
Rechtssicher
ArbSchG-konform
-
Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
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Zertifikat
Automatisch als PDF
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Ein Klick
Keine Registrierung
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KISS
Kurz und bündig
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Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Zugrunde liegende Regelwerke
- ArbStättV - Verordnung über Arbeitsstätten
- DGUV Information 215-410 - Bildschirm- und Büroarbeitsplätze - Leitfaden für die Gestaltung · Ausgabe 2019.07
- DGUV Regel 115-401 - Branche Bürobetriebe · Ausgabe 2026.01
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
Die Häufigkeit der Unterweisung ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung gemäß BetrSichV § 3 und ArbSchG § 5. Bei Bildschirmarbeitsplätzen wird in der Regel ein jährliches Intervall empfohlen, da sich Arbeitsbedingungen, Möblierung oder Softwareänderungen im Jahresverlauf ändern können und dadurch neue Gefährdungen entstehen können. Bei wesentlichen Änderungen – etwa Einführung neuer Bildschirmtechnik, Umstrukturierung des Büros oder Änderung der Arbeitszeitmodelle – ist eine sofortige Unterweisung verpflichtend. Zusätzlich sollten nach Auftreten von beschwerdebezogenen Ereignissen, wie erhöhten Krankheitsmeldungen wegen Nacken‑ oder Rückenschmerzen, kurzfristig Folgeunterweisungen durchgeführt werden. Die Dokumentation der Unterweisung muss sämtliche relevante Informationen enthalten: Datum, Dauer, Unterweisender, Teilnehmerliste, behandelte Themen (Rechtsgrundlagen, Ergonomie, Pausengestaltung, usw.) sowie eventuell verwendete Lehrmaterialien. Diese Unterlagen sind mindestens fünf Jahre aufzubewahren, um im Falle einer Prüfung durch die Gewerbeaufsichtsamt oder die Berufsgenossenschaft den Nachweis der Unterweisungspflicht erbringen zu können. Eine digitale Ablage in einem dokumentenmanagement‑System erleichtert die Recherche und stellt sicher, dass die Nachweise nicht verloren gehen. Regelmäßige interne Audits, bei denen die Vollständigkeit und Aktualität der Unterweisungsnachweise geprüft werden, unterstützen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung des Arbeitsschutzes bei.
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Stuhlhöhe so eingestellt, dass Füße flach auf dem Boden stehen und Knie etwa 90 Grad gebeugt sind
- Tischhöhe ermöglicht entspannte Unterarme bei etwa 90 Grad Winkel im Ellenbogen
- Bildschirmoberkante liegt auf oder leicht unter Augenhöhe
- Blickabstand zwischen 50 und 70 Zentimeter zum Bildschirm
- Keine direkte Lichtquelle hinter oder über dem Bildschirm (Blendung vermeiden)
- Ausreichende Beleuchtung von mindestens 500 Lux auf der Arbeitsfläche
- Regelmäßige Mikropausen: alle 50 Minuten fünf Minuten Bewegung oder Blickwechsel
- Eingesetzte Peripheriegeräte (Tastatur, Maus) liegen ergonomisch vor dem Körper
- Dokumentenhalter oder Leseständer genutzt, um Kopfdrehen zu reduzieren
- Notruf- oder Erste-Hilfe-Kennzeichnung im Büro sichtbar und bekannt
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende oder unregelmäßige UnterweisungViele Unternehmen führen nur eine Einweisung bei Eintritt durch und vergessen die jährliche Wiederholung, wodurch Wissen verloren geht und neue Gefährdungen übersehen werden.2. Nicht angepasste Möblierung: Trotz vorhandener höhenverstellbarer Tische werden diese nicht auf die individuelle Körpergröße eingestellt, was zu ungünstiger Sitzhaltung führt.3. Unzureichende Beleuchtung: Arbeitsplätze werden mit zu schwacher Beleuchtung ausgestattet, wodurch die Augen stärker belastet werden und die Konzentration sinkt.4. fehlende Pausenstruktur: Es wird keine feste Pause eingeführt, sodass Beschäftigte über Stunden hinweg am Bildschirm bleiben und sich Verspannungen bilden.5. Nicht dokumentierte Unterweisung: Die Unterweisung findet statt, aber es fehlt ein Nachweis über Teilnehmer, Inhalt und Datum – im Prüfungsfall kann die Unterweisungspflicht nicht nachgewiesen werden.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Bildschirmarbeitsplatz für ortsgebundene Bildschirmgeräte
Wie oft muss die Unterweisung zum Bildschirmarbeitsplatz wiederholt werden?
Bei unveränderten Bedingungen mindestens einmal jährlich; bei Änderungen der Arbeitsmittel, der Arbeitsorganisation oder bei Auftreten von Beschwerden sofort.
Welche rechtlichen Grundlagen bilden die Basis für die Unterweisung?
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) §§ 3, 5, 6; Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) §§ 3, 4; DGUV Vorschrift 2; DGUV Regel 115-401 sowie Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) §§ 3 und 4.
Muss die Unterweisung dokumentiert werden?
Ja, Datum, Dauer, Unterweisender, Teilnehmerliste und behandelt Inhalte müssen festgehalten und mindestens fünf Jahre aufbewahrt werden.
Welche technischen Maßnahmen gelten als State-of-the-Art für Bildschirmarbeitsplätze?
Höhenverstellbare Sitz‑Steh‑Tische, ergonomische Stühle mit lordosenstützender Lehne, monitorarme zur flexiblen Bildschirmpositionierung, Blendschutzfilter und ausreichende Beleuchtung von mindestens 500 Lux.
Wie lange sollte eine Bildschirmarbeitsphase ohne Pause dauern?
Maximal 50 Minuten ununterbrochene Bildschirmtätigkeit, danach mindestens fünf Minuten Pause mit Bewegung, Blickwechsel oder leichten Dehnübungen.
Gibt es besondere Anforderungen für schwangere Beschäftigte?
Ja, gemäß MuSchG § 10 müssen schwangere Mitarbeitende die Möglichkeit haben, häufiger die Sitzposition zu wechseln und ausreichend Bewegungsfreiheit zu erhalten; zusätzlich sollten Belastungen durch langes Sitzen reduziert werden.
Kann die Unterweisung auch online durchgeführt werden?
Ja, eine interaktive E‑Learning‑Unterweisung erfüllt die rechtlichen Voraussetzungen, solange sie inhaltsgleich zu einer Präsenzunterweisung ist und die Teilnahme nachweislich dokumentiert wird.
Was ist bei der Auswahl eines Bildschirms zu beachten?
Der Bildschirm sollte flimmerfrei sein, eine ausreichende Auflösung besitzen, reflexionsarm beschichtet sein und sich in Höhe, Neigung und Abstand flexibel einstellen lassen.
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