Unterweisung DGUV Blechscheren – Sicherheit im Produktionsbetrieb
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Die sichere Handhabung von Blechscheren ist in der Metallverarbeitung und verwandten Produktionsbereichen ein zentraler Aspekt des Arbeitsschutzes. Blechscheren werden täglich zum Schneiden von Blechen, Profilen und anderen Metallteilen eingesetzt und bergen dabei konkrete Gefährdungen wie Schnittverletzungen, Quetschungen oder das Herausfliegen von Spänen. Ohne fundierte Unterweisung erhöhen sich das Unfallrisiko und die Gefahr von Folgekosten durch Ausfallzeiten oder Maschinenbeschädigungen. Daher schreibt die gesetzliche Regelung vor, dass Beschäftigte vor der ersten Nutzung sowie bei Änderungen der Arbeitsbedingungen regelmäßig unterwiesen werden müssen. Diese Unterweisung vermittelt nicht nur die richtige Bedienung und Wartung der Geräte, sondern sensibilisiert auch für die Erkennung von Gefährdungen und die Anwendung des TOP-Prinzips (Technisch – Organisatorisch – Persönlich). Ziel ist es, eine sicherheitsbewusste Arbeitskultur zu schaffen, in der Unfälle vermieden und die Produktivität gesteigert werden können. Die nachfolgenden Abschnitte erläutern die rechtlichen Grundlagen, die Pflichten des Arbeitgebers, die konkreten Unterweisungsinhalte sowie praktische Hinweise zur Dokumentation und Wiederholungsschulungen.
Warum Unterweisungscenter?
📋 Pflichten des Arbeitgebers
📘 Inhalte der Unterweisung
⚠️ Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
🎯 Zielgruppen & Branchen
📅 Intervalle & Dokumentation
🛠️ In der Praxis
✅ Checkliste
- Ist eine aktuelle Gefährdungsbeurteilung für die Nutzung der Blechschere vorliegen?
- Wurde die Unterweisung vor der ersten Nutzung sowie bei Änderungen durchgeführt und dokumentiert?
- Sind alle Schutzvorrichtungen (Fingerschutz, Not-Aus, Späneabführung) vorhanden und funktionsfähig?
- Ist die Schneideklinge auf Beschädigungen, Stumpfheit und korrekte Justierung geprüft?
- Werden Schnittschutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und Gehörschutz bereitgestellt und getragen?
- Liegt das Werkstück sicher und stabil auf der Auflage bevor der Schnitt beginnt?
- Wird der Not-Aus-Schalter regelmäßig auf Funktion geprüft?
- Sind Arbeitsanweisungen sichtbar ausgelegt und werden sie von allen Mitarbeitenden beachtet?
- Werden Unterweisungsunterlagen mindestens fünf Jahre aufbewahrt?
⚠️ Häufige Fehler
2. Dadurch kommt es häufig zu Schnittverletzungen an Fingerkuppen oder Nägeln.
3. Stumpfe oder beschädigte Klinge: Eine nicht rechtzeitig gewechselte oder nachgeschliffene Schneideklinge erhöht den nötigen Schnittkraftaufwand und kann zum Abrutschen des Blechs führen – ein häufig unterschätztes Risiko.
4. Fehlende Späneabführung: Ohne wirksamen Späneabfluss oder Schutzschicht fliegen scharfe Späne uncontrolled in den Arbeitsbereich und können Augen oder Haut verletzen.
5. Unsaubere Arbeitsfläche: Loses Blech, Werkzeuge oder Öl auf dem Boden stellen Stolperfallen dar und können beim Umgang mit der Schere zu Unkontrolliertheiten führen.
6. Nicht getragenes Persönliches Schutzausrüstung (PSA):** Insbesondere bei Lärmbelastungen wird der Gehörschutz oft vergessen, obwohl langfristige Hörschäden vermeidbar wären.
ℹ️ Sonderfälle
💬 Häufige Fragen
Häufige Fragen zur Unterweisung DGUV Blechscheren
- Frage: Welche persönliche Schutzausrüstung ist beim Schneiden von Blech Pflicht?
Antwort: Schnittschutzhandschuhe (EN 388), Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe , bei Lärm über 85 dB(A), Gehörschutz. Weitere PSA ergibt sich aus der Gefährdungsbeurteilung. - Frage: Muss eine hydraulische Blechschere anders unterwiesen werden als eine Handschere?
Antwort: Ja. Bei hydraulischen Scheren kommen zusätzliche Gefährdungen wie hoher Druck und mögliche Ölausfälle hinzu; die Unterweisung muss diese spezifischen Punkte sowie die Not-Aus-Funktion abdecken. - Frage: Wie lange müssen Unterweisungsnachweise aufbewahrt werden?
Antwort: Nach BetrSichV § 9 und DGUV Vorschrift 1 mindestens fünf Jahre, sowohl in schriftlicher als auch elektronischer Form. - Frage: Gibt es Unterschiede zwischen der Unterweisung für stationäre und mobile Blechscheren?
Antwort: Prinzipiell gelten die gleichen Sicherheitsgrundsätze. Bei mobilen Scheren kommt zudem die Gefährdung durch unsicheren Stand oder Transport hinzu, die in der Unterweisung zu berücksichtigen ist.
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