Thema · Arbeitsschutz
DGUV 109-607 Oberflächenbehandlung: Komplette Online-Unterweisung nach DGUV Regel 109-607
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 4 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Arbeitsschutz · Maschinen, Geräte · Produktion
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 7005
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
-
Rechtssicher
ArbSchG-konform
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Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
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Zertifikat
Automatisch als PDF
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Keine Registrierung
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KISS
Kurz und bündig
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Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
- ArbSchG § 12 – Unterweisungspflicht: Der Arbeitgeber muss Beschäftigte über Gefährdungen und Schutzmaßnahmen regelmäßig schriftlich und geeignet unterweisen.
- ArbSchG § 5 – Gefährdungsbeurteilung: Vor Beginn der Tätigkeit müssen alle Gefährdungen systematisch ermittelt und bewertet werden.
- BetrSichV § 3, § 4, § 15 – Betreiberverantwortung: Wer Eintreibegeräte einsetzt, muss diese regelmäßig überprüfen, sicher betreiben und die Beschäftigten unterweisen.
- DGUV Vorschrift 1 (ehemals BGV A1) – Prävention: Grundsatzverpflichtung zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten.
- DGUV Regel 109-607 – Branche Metallbau (u. a. Oberflächenbehandlung): Spezielle Unterweisungsinhalte für Tätigkeiten mit Drucklufthämmern, Nadel- und Rüttelgeräten, Schleif- und Hobelmaschinen.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
- Gerätetypen und Anwendungsbereiche Kennenlernen der gängigen Eintreibegeräte: Drucklufthämmer, Nadel- und Rüttelgeräte, rotierende Stahl- und Kunststoffbürsten, Schleif- und Hobelmaschinen. Einsatzgebiete in der Metall-, Holz- und Kunststoffverarbeitung.
- Vorab-Check und Aufbereitung Visuelle Kontrolle von Kabeln, Schläuchen, Spannung und Druck. Richtige Auswahl des Werkzeugs entsprechend Oberflächenmaterial und gewünschtem Ergebnis. Einrichten von Absaug- und Absperrmaßnahmen.
- Sachgerechte Handhabung Korrekte Haltung und Körperhaltung zur Vibrationminderung. Technik des „Wechselgriffs“ zur Pausengestaltung. Einsatz von Zubehör wie Vibration-reduzierte Griffe oder Haltevorrichtungen.
- Schutzmaßnahmen TOP Technisch: Absaugungen, Niederhaltevorrichtungen, Geräteschwämme. Organisatorisch: zeitliche Begrenzung, Job-Rotation, Ruhezonen. Personell: Gehörschutz (Höchstwert 80 dB(A)), Atemschutz (FFP2/3), Augenschutz EN 166, Handschuhe EN 388 mit Vibration-Dämpfung.
- Instandhaltung und Wartung Tägliche Sichtprüfung und Reinigung. Wöchentliche Druck- und Funktionskontrollen. Austausch verschleißter Teile gemäß Herstelleranleitung. Dokumentation in Wartungsheft oder digitalem Formular.
- Notfallmaßnahmen Verhalten bei Arbeitsunfällen: sofortige Abschaltung, Erste-Hilfe-Maßnahmen, Meldung an Fachkraft für Arbeitssicherheit. Kürzeste Wege zu Notruf und Erste-Hilfe-Kasten kennzeichnen.
- Rechtliche Pflichten der Beschäftigten Mitwirkungspflicht bei Gefährdungsbeurteilung und Unterweisung. Verantwortung für eigenen Gesundheitsschutz durch konsequente Nutzung von PSA. Hinweisgebot bei Mängeln an Gerät oder Schutzeinrichtungen.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
- Hand-Arm-Vibrationen (HAV) Verursacht durch rotierende Bürsten oder schlagende Werkzeuge. Kann zu Weißfingigkeit (vibration-induced white finger) führen. Schutz: tägliche Einsatzzeit auf maximal 2–3 Stunden reduzieren, vibrationsarme Geräte, gepolsterte Handschuhe nach ISO 10819.
- Staub- und Chemikalienbelastung Metall-, Holz- oder Kunststoffstäube sowie Lösungsmitteldämpfe sind einzudämmen. Schutz: Absauganlagen mit H-Klasse-Filter, Atemschutzmaske FFP2/3 oder Halbmaske mit ABEK-Filter je nach Stoff.
- Lärmbelastung Eintreibegeräte überschreiten häufig 85 dB(A). Schutz: Gehörschutz mit Bekanntmachung „CE + Schallschutzstufe SNR 25–30 dB“, ggf. kapselgekapselte Gehörschutzstöpsel mit Kommunikationsfunktion.
- Augen- und Hautverletzungen Abplatzungen von Metallspänen oder Splittern. Schutz: Schutzbrille mit Seenschutz, lange Armel und Hosenbeine aus robusten Materialien, Schutzhandschuhe mit Cut-Schutz.
- Strom- und Druckluftgefahren Defekte Drucklufthähne oder Kabelrisse. Schutz: tägliche Sichtprüfung, Verwendung von Original-Ersatzteilen, Druckluftleitungen gemäß ISO 4414 installieren.
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Gefährdungsbeurteilung für Oberflächenbehandlungsarbeiten vorliegend und aktuell?
- Alle betroffenen Mitarbeitenden in DGUV 109-607 unterwiesen und zertifiziert?
- PSA für Augen, Atemwege, Gehör und Hände verfügbar und geprüft?
- Absauganlagen funktionsfähig und Filterwechsel dokumentiert?
- Wartungshefte für Eintreibegeräte geführt und unterschrieben?
- Vibrationsmessprotokolle vorhanden (bei >2,5 m/s²)?
- Erste-Hilfe-Ausrüstung und Notrufnummern gekennzeichnet?
- Job-Rotation zur Vibration-Reduktion festgelegt?
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende Einführung für LeiharbeitnehmerOft werden Leihkräfte nicht sofort geschult, weil „nur kurz“ geholfen wird. Das verstößt gegen ArbSchG § 12 und verschärft Haftungsrisiken.
- Veraltete GefährdungsbeurteilungEine Beurteilung von vor drei Jahren ohne aktuelle Geräte oder Verfahren führt zu unvollständigen Schutzmaßnahmen und Bußgeldern.
- PSA nur „vorhanden“, aber nicht genutztSchutzbrillen liegen in der Werkzeugkiste, werden aber als „unbequem“ ignoriert. Folge: Augenverletzungen und Meldepflicht nach DGUV.
- Keine Dokumentation der WartungOhne Einträge im Wartungsheft kann ein Defekt nicht nachgewiesen werden, was im Schadensfall gegen den Arbeitgeber spricht.
- Überschreitung der Tagesgrenzwerte für VibrationenPlanung ohne Job-Rotation führt zu HAV-Erkrankungen und Berufskrankheiten-Meldung BK 2104.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Jugendliche und Schwangere Aufgrund erhöhter Vibrationsempfindlichkeit dürfen Jugendliche nach JArbSchG § 22 bundesweit nicht mit Eintreibegeräten arbeiten, die 2,5 m/s² überschreiten. Schwangere müssen nach MuSchG § 9 von Tätigkeiten mit Vibrationen ab der 3. Schwangerschaftswoche ausgeschlossen werden. Unsere Online-Schulung markiert automatisch, wenn Teilnehmende dieser Gruppe angehören und leitet zu alternativen Tätigkeiten weiter.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung DGUV 109-607 Oberflächenbehandlung
Welche Geräte zählen zur Oberflächenbehandlung im Sinne der DGUV 109-607?
Alle rotierenden, schlagenden oder schleifenden Werkzeuge zur Oberflächenbearbeitung wie Drucklufthämmer, Nadel- und Rüttelgeräte, Stahl- und Nylon-Bürsten sowie Hobel- und Schleifmaschinen.
Muss die Schulung vor Ort oder reicht online?
Die DGUV erlaubt digitale Unterweisungen, wenn sie interaktiv, prüfbar und mit Präsenzpraxis kombiniert werden. Unser Kurs erfüllt diese Kriterien und liefert sofort gültige Zertifikate.
Wie lange ist das Zertifikat gültig?
Die Teilnahmebestätigung ist 12 Monate gültig. Danach ist eine wiederkehrende Unterweisung erforderlich.
Was passiert bei einem Unfall ohne gültige Unterweisung?
Arbeitgeber riskieren ein erhöhtes Verschuldensrisiko, Bußgelder bis 30.000 € und Nachzahlungen zur Berufsgenossenschaft.
Darf ich verschiedene Geräte mit einer einzigen Schulung abdecken?
Ja, wenn die Gefährdungen vergleichbar sind. Unsere DGUV 109-607 deckt alle gängigen Eintreibegeräte ab.
Wer dokumentiert die Schulung?
Unser System erstellt automatisch digitale Teilnahmenachweise mit UWC-Nr. 7005, die Sie als PDF herunterladen oder per CSV exportieren können.
Müssen Instandhaltungskräfte ebenfalls geschult werden?
Ja, wenn sie Geräte zur Oberflächenbehandlung warten oder in unmittelbarer Nähe arbeiten. Die DGUV 109-607 ist arbeitsplatzbezogen.
Wie zeitaufwendig ist der Online-Kurs?
Durchschnittlich 30–45 Minuten, inklusive Abschlusstest. Die Lernzeit ist unterbrechbar und an 24/7 verfügbar.
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