Thema · Arbeitsschutz
Unterweisung „Zusatzausrüstung an persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr“ – Pflichten & Praxis
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 9 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Arbeitsschutz · Feuerwehr, Rettungsdienst · Schutzausrüstung
- Rechtsgrundlage
- DGUV Information 205-014 - Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung für Einsätze bei der Feuerwehr; DGUV Information 205-031 - Zusatzausrüstung an persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 7206
Ihre Vorteile
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WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Zugrunde liegende Regelwerke
- DGUV Information 205-014 - Auswahl von persönlicher Schutzausrüstung für Einsätze bei der Feuerwehr · Ausgabe 2024.08
- DGUV Information 205-031 - Zusatzausrüstung an persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr · Ausgabe 2019.03 aktualisierte
- DGUV Vorschrift 49 - Feuerwehren · Ausgabe 2018.06
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
Struktur & Didaktik unserer Online-Schulung
Modul 1 – Rechtliche Einordnung (ca. 3 Min.)
- Erläuterung von ArbSchG §12 und DGUV Vorschrift 2 §7
- Abgrenzung „PPS“ vs. „Zusatzausrüstung“ anhand praktischer Beispiele
- Kurz-Quiz: Erkennen von Gefährdungen durch Helmkamera & Co.
Modul 2 – Zusatzausrüstung im Detail (ca. 6 Min.)
- Helmkameras: Befestigungsvarianten (Klett, Klick-Schnellverschluss), Akkulaufzeit, Datenschutz (DSGVO §4).
- Atemschutz-Überwachungsgeräte: Druckanzeige, Restluftwarnung, Kommunikationsmodul (DGUV Regel 113-005).
- Hitzeschutzschilde & Hitzesensoren: Einsatzgrenzen 500 °C/1000 °C, Kalibrierintervall 12 Monate.
- Handscheinwerfer: Leuchtkraft in Lumen, Explosionsschutz-Zertifizierung nach ATEX-Richtlinie 2014/34/EU.
Modul 3 – Praxis-Workshop (ca. 4 Min.)
- Video: Feuerwehrmann rüstet sich mit Helmkamera und Atemschutz-Display ein.
- Checkliste-Training: Schritt-für-Schritt-Demontage und Funktionsprüfung.
- Störungsmanagement: Was tun bei Kamerablackout oder Displayausfall im Rauch?
Modul 4 – Wartung & Lagerung (ca. 2 Min.)
- Tägliche Sichtprüfung nach DGUV Regel 113-005 Nr. 5.2
- Jährliche Sachkundeprüfung durch geprüfte Fachkraft (BetrSichV §10 Abs. 3)
- Lagerung: Trocken, staubfrei, getrennt nach Betriebs- und Ersatzgeräten
Am Ende besteht die Möglichkeit, ein interaktives Prüfungsquiz (8 Fragen) zu absolvieren. Bei 75 % richtigen Antworten erhalten die Teilnehmenden automatisch ihr Zertifikat als PDF.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
- Absturzgefahr: Lose oder falsch montierte Helmkameras können herunterfallen und Kollegen verletzen. Schutzmaßnahme: Schnellverschlüsse regelmäßig auf Verschleiß prüfen (monatlich).
- Verdunkelung: Defekte Handlampen führen zu Orientierungsverlust im Rauch. Schutzmaßnahme: LED-Leuchten wöchentlich auf Leuchtkraft testen.
- Hitzschlag: Fehlkalibrierte Hitzesensoren zeigen keine kritischen Temperaturen an. Schutzmaßnahme: Kalibrierung nach Herstellerangabe, maximal 12 Monate.
- Datenschutzverstöße: Helmkameras filmen unbeteiligte Dritte. Schutzmaßnahme: Weitwinkel-Objektive nur bei Notwendigkeit aktivieren, Kennzeichnungspflicht (DSGVO §13).
TOP-Prinzip anwenden: T (robuste Schnellverschlüsse), O (Checklisten für Wartung), P (regelmäßige Unterweisung).
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
- Kommunalfeuerwehren (Berufs- & Freiwillige) mit über 15 Einsatzkräften
- Werkfeuerwehren in Industrieanlagen (z. B. Chemie, Automotive)
- Flughafenfeuerwehren & Hafenfeuerwehren mit Spezialausrüstung
Besonderheiten: In Flug- und Hafenhäfen gelten zusätzliche ICAO- bzw. IMO-Vorschriften, die eine erweiterte Schulung erfordern können (z. B. Helikopter-Landungsschutz).
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Helmkamera fest montiert und Akkuladung ≥80 %
- Atemschutz-Überwärungsdisplay zeigt korrekten Druck in bar an
- Hitzesensor zeigt Nullpunkt bei Raumtemperatur (±2 °C)
- Handlampe erzeugt Mindestwert 300 Lumen nach 5 Sekunden
- Schnellverschlüsse ohne Risse oder Verbogene
- Software-Update der Helmkamera auf aktueller Firmware-Version
- Datenschutzschilder an Einsatzfahrzeug befestigt
- Wartungsaufkleber nicht älter als 12 Monate
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende KalibrierungHitzesensoren werden jahrelang nicht kalibriert – Gefahr von Fehlalarmen.
- Unvollständige DokumentationSchulungsnachweise nur handschriftlich – bei Kontrollen oft nicht auffindbar.
- Gemischte AusrüstungsgenerationenAlte und neue Helmkameras im gleichen Löschzug führen zu Bedienungsfehlern.
- Verwechslung EigentumPersonal nutzt private Kameras ohne CE-Kennzeichnung – haftungsrelevant.
- Unterlassene NachschulungNach Software-Update keine neue Einweisung – Funktionen bleiben ungenutzt.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Einsatzkräfte unter 18 Jahren (jugendliche Freiwillige) Für diese Gruppe gelten JArbSchG §22 und JArbSchG §40. Die Schulung muss in verständlicher Sprache erfolgen und zusätzlich die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter werden dokumentiert. Eingeschränkt werden darf nur leichte Helmkamera-Ausrüstung (Gewicht ≤ 250 g).
- Schwerbehinderte Menschen Sind gemäß SGB IX §81 einzubeziehen. Die Ausrüstung muss ggf. ergonomisch angepasst werden (z. B. leichtere Handlampe). Eine individuelle Gefährdungsbeurteilung nach ArbSchG §5 ist zwingend.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Zusatzausrüstung an persönlicher Schutzausrüstung der Feuerwehr
Muss auch die Freiwillige Feuerwehr unterwiesen werden?
Ja. ArbSchG §12 gilt unabhängig von Beschäftigungsverhältnis, wenn die Tätigkeit regelmäßig und organisatorisch eingebunden ist (EuGH-Urteil 2019).
Wie lange dauert die Online-Schulung?
Die Kursspiellänge beträgt ca. 15 Minuten plus Quiz. Die Teilnehmer können jederzeit pausieren.
Ist die Helmkamera datenschutzrechtlich zulässig?
Ja, wenn sie nur im Einsatzfall aktiviert und Kennzeichnungspflichten (DSGVO §13) erfüllt sind. Privatsphäre muss durch Pixelierung nach Einsatz garantiert werden.
Was ist bei einem Gerätewechsel zu tun?
Eine Nachschulung ist innerhalb von zwei Wochen erforderlich; Dokumentation per E-Mail an Sicherheitsbeauftragten reicht aus.
Gelten die Schulungen auch für Werkfeuerwehren?
Ja, denn BetrSichV §10 und DGUV Vorschrift 2 gelten auch für Betriebsfeuerwehren.
Wie bekommen wir Nachweise für externe Prüfer?
Unsere Plattform erstellt automatisch QR-Code-Zertifikate, die Sie per App oder PDF an Berufsgenossenschaften vorzeigen können.
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