Thema · Allgemein
Unterweisung: Sicherer Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) für Anwender in Unternehmen
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 30 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Allgemein · IT Schulungen · Verwaltung, Büro
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 5602
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
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Rechtssicher
ArbSchG-konform
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Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
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Zertifikat
Automatisch als PDF
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Keine Registrierung
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KISS
Kurz und bündig
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Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz von KI am Arbeitsplatz ergeben sich aus mehreren Regelwerken:
- ArbSchG §3 – Grundpflicht des Arbeitgebers, Maßnahmen zum Schutz von Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten festzustellen und durchzuführen.
- ArbSchG §12 – Verpflichtung zur Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen, insbesondere bei Tätigkeiten mit Arbeitsmitteln.
- ArbSchG §5 – Gefährdungsbeurteilung: Auch KI-gestützte Software muss hinsichtlich psychischer und physischer Belastungen bewertet werden.
- ArbStättV §3 – Sicherheits- und Gesundheitsschutz an Bildschirmarbeitsplätzen: korrekte ergonomische Gestaltung auch bei KI-gestützten Programme.
- DGUV Vorschrift 1 (ehem. BGV A1) – „Grundsätze der Prävention“: Gefährdungen müssen systematisch erkannt, bewertet und beseitigt oder verringert werden.
- DGUV Regel 100-001 (ehem. BGR 100) – Spezielle Hinweise zum Umgang mit Bildschirmarbeitsmitteln, hierzu zählen auch KI-Anwendungen.
- DGUV Information 208-032 – Datenschutz und Informationssicherheit am Arbeitsplatz, insbesondere bei Cloud- und KI-Diensten.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
- Erklärung der Risiken bei Eingabe sensibler Daten in KI-Systeme
- Verhalten bei unplausiblem oder fehlerhaftem KI-Output
- Einweisung in die datenschutzkonforme Nutzung
Gefährdungsbeurteilung: Gemäß ArbSchG §5 ist eine schriftliche Beurteilung vorzunehmen, die folgende Punkte berücksichtigt: Datenschutzrisiken, Urheberrechtsverletzungen, Fehlentscheidungen auf Basis von Halluzinationen, psychische Belastung durch ständige Überprüfungspflicht und Überforderung bei falscher Erwartungshaltung.
Dokumentation: Die Unterweisung ist mit Datum, Inhalt, Teilnehmern und Unterschrift bzw. elektronischer Bestätigung nach DGUV Vorschrift 1 §6 zu dokumentieren und mindestens fünf Jahre aufzubewahren.
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
Die Online-Unterweisung gliedert sich in fünf Module und orientiert sich an der Kursbeschreibung „Verhaltensweisen für Anwender von KI in Unternehmen“.
Modul 1: KI-Grundlagen und Einsatzgebiete im Büro
Lernziele: Verständnis für Arten von KI (generativ, prädiktiv, assistiv) und deren typische Anwendungsfälle wie Text-Assistenten, Meeting-Transkripte oder E-Mail-Autovervollständigung.
- Praxisbeispiel: Mitarbeiter nutzt einen Chatbot, um Vertragsentwürfe zu recherchieren. Risiko: Vertrauliche Daten werden an externe Server übermittelt.
- Handlungsanleitung: Interne Richtlinie einhalten, nur freigegebene KI-Dienste nutzen, keine personenbezogenen oder geschäftskritischen Daten eingeben.
Modul 2: Datenschutz und Datensicherheit
Lernziele: Erkennen, welche Datenarten sensibel sind und wie sie geschützt werden.
- DSGVO-Art. 5 & 32 – Datensparsamkeit und technisch-organisatorische Maßnahmen (TOM)
- Praxisbeispiel: Ein Mitarbeiter lässt KI eine Kundenanalyse erstellen und lädt dabei Kundenlisten hoch. Konsequenz: Verstoß gegen DSGVO Art. 28, da ggf. kein Auftragsverarbeitungsvertrag vorliegt.
- Handlungsanleitung: Prüfen, ob der KI-Anbieter ein AVV bietet, Pseudonymisierung nutzen, Datentrennung sicherstellen.
Modul 3: Urheberrecht und Haftung
Lernziele: Risiken bei generierten Inhalten verstehen und vermeiden.
- Urheberrechtsgesetz §§ 2, 7, 97 – Schutz von fremden Werken, Eigentumsverletzungen
- Praxisbeispiel: Marketing erstellt mit KI einen Text, der versteckt lizenzierte Inhalte enthält. Abmahnung droht.
- Handlungsanleitung: Generierte Inhalte auf Plagiate und markenrechtliche Verstöße prüfen, Quellen angeben, interne Freigabeprozesse etablieren.
Modul 4: Mensch-KI-Interaktion und Fehlervermeidung
Lernziele: Kognitive Verzerrungen erkennen, KI-Outputs kritisch hinterfragen.
- Praxisbeispiel: Mitarbeiter vertraut blind auf KI-Übersetzung juristischer Klauseln – Vertrag wird fehlerhaft.
- Handlungsanleitung: „4-Augen-Prinzip“ für alle KI-Ergebnisse, Schulung in Prompt-Engineering zur Qualitätssteigerung.
Modul 5: Eskalation und Notfallmanagement
Lernziele: Vorgehen bei Datenschutzvorfall, technischem Fehler oder rechtlichem Konflikt.
- Praxisbeispiel: KI liefert diskriminierende Bewerbungsvorschläge. Interne Eskalationsstufe klärt, ob Meldung an Datenschutzbeauftragte und Aufsichtsbehörde nötig ist (DSGVO Art. 33 & 34).
- Handlungsanleitung: Stichwörter „Stop, Inform, Document“: Vorgang sofort stoppen, Vorgesetzten und Datenschutzbeauftragten informieren, Vorgang dokumentieren.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
Erkannte Gefährdungen:
- Datenschutzverletzungen durch Upload sensibler Daten
- Urheberrechtsverstöße infolge plagiierten KI-Contents
- Falsche Entscheidungen auf Basis von Halluzinationen oder Bias in Trainingsdaten
- Psychische Belastung durch „Kontrollzwang“ und Überprüfungspflicht
- Reputationsschäden durch öffentlichkeitswirksame Fehler
TOP-Prinzip:
- Technisch: Freigabe nur zertifizierter KI-Dienste, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Inhaltsfilter gegen sensible Datenklassen
- Organisatorisch: Interne Policy „KI-Use-Policy“, Freigabeprozesse, regelmäßige Audits, Schulung aller Nutzer
- Personell: Benennung von KI-Verantwortlichen, Sensibilisierung durch wiederkehrende Unterweisungen
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
Die Online-Schulung richtet sich an Alle Mitarbeitenden in Bürogewerbe, Consulting, Personalwesen, Marketing und IT. Besonders betroffen sind:
- Rechtsabteilungen – müssen Vertrags-Klauseln prüfen
- Personalabteilungen – Nutzung von KI in Bewerbungsprozessen
- Marketing & Vertrieb – Content-Erstellung und Kundenkommunikation
- Controlling & Finanzen – Verwendung von KI für Forecasts und Berichte
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
Wiederholungsintervall: jährlich oder bei signifikanter Änderung der KI-Software bzw. der Geschäftsprozesse, z. B. neue KI-Features, gesetzliche Änderungen.
Dokumentation: E-Learning-Plattform erstellt automatisiert Teilnahmezertifikat mit Inhalten, Datum und Prüfergebnis (mind. 80 % korrekt). Dokumente gemäß DGUV Vorschrift 1 §6 5 Jahre elektronisch aufbewahren. Export als PDF für Betriebsprüfer jederzeit möglich.
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- KI-Policy im Unternehmen bekannt und unterschrieben? (Ja/Nein)
- Wurden alle relevanten Mitarbeitenden unterwiesen? (Datum)
- Ist ein Verantwortlicher für KI-Sicherheit benannt? (Name/Datum)
- Existiert ein aktueller AVV mit dem KI-Anbieter? (Ja/Nein)
- Sind technische Schutzmaßnahmen (TOM) implementiert und dokumentiert? (Ja/Nein)
- Werden KI-Outputs regelmäßig auditiert? (Intervall)
- Gibt es einen Eskalationsplan bei Datenschutzvorfall? (Dokument vorhanden)
- Wurde die Gefährdungsbeurteilung inkl. KI-Bereich innerhalb der letzten 12 Monate aktualisiert? (Datum)
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende oder veraltete KI-PolicyOhne klare Regeln greifen Mitarbeitende zu beliebigen KI-Tools – Risiko: Datenschutzverletzung.
- „Shadow-IT“-KIMitarbeitende nutzen private KI-Accounts für Geschäftsdaten – keine Kontrolle möglich.
- Unterweisung nur für ITNicht-technische Abteilungen werden vergessen – Lücken in der Risikoabdeckung entstehen.
- Keine regelmäßige Überprüfung der KI-OutputsHalluzinationen und Fehler bleiben unentdeckt – Eskalation erst nach Schaden.
- Dokumentation unvollständigTeilnahmenachweise fehlen – Bußgeld bei Prüfung droht.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Auszubildende & Werkstudenten müssen vor ihrer ersten KI-Nutzung ebenfalls unterwiesen werden. Dokumentation über Ausbildungsnachweise laut BBiG §14.
- Home-Office-Mitarbeitende erhalten die Online-Unterweisung zusätzlich mit separaten Hinweisen zur sicheren Nutzung privater Endgeräte (DGUV Information 215-510).
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Sicherer Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) für Anwender in Unternehmen
Müssen auch externe Dienstleister geschult werden?
Ja, wenn sie Zugriff auf Ihre KI-Systeme oder -Daten erhalten. Die Unterweisung kann als PDF oder kurzes Video als Teil des Onboardings bereitgestellt werden.
Reicht die Schulung per E-Mail mit Handout aus?
Nein. Nach ArbSchG §12 muss die Unterweisung sicherstellen, dass die Inhalte verstanden wurden. Nur interaktive Online-Schulung mit Abschlusstest erfüllt dies.
Was tun, wenn ein Mitarbeiter die Schulung verweigert?
Die Teilnahme ist arbeitsvertragliche Pflicht. Bei Verweigerung ist eine arbeitsrechtliche Abmahnung möglich bis hin zum Ausschluss vom KI-Zugang.
Wie oft muss die Gefährdungsbeurteilung aktualisiert werden?
Mindestens einmal jährlich oder bei jeder wesentlichen Änderung der KI-Software (z. B. neues Modell, zusätzliche Features).
Sind auch KI-Systeme wie Microsoft Copilot abgedeckt?
Ja. Alle KI-Assistenzsysteme, die Unternehmensdaten verarbeiten, fallen unter die Unterweisungspflicht.
Was kostet die Online-Unterweisung pro Mitarbeiter?
Ab 9,90 € netto pro Person, Mengenrabatte ab 50 Lizenzen verfügbar. Mehr unter unserer Preisliste.
Gibt es eine Demoversion?
Ja, Sie können die ersten beiden Module kostenfrei testen – ohne Registrierung.
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