Thema · Allgemein
Unterweisung Notfallplanung: Rechtssicher vorbereitet auf Notfälle & Krisen
Rechtssicher · Barrierefrei · Mit Zertifikat
Steckbrief
- Dauer
- ca. 7 Minuten, jederzeit unterbrechbar
- Bereiche
- Allgemein
- Rechtsgrundlage
- DGUV Information 205-001 - "Betrieblicher Brandschutz in der Praxis; DGUV Information 205-033 - Alarmierung und Evakuierung
- Nachweis
- Zertifikat automatisch als PDF
- Sprachen
- Deutsch, Englisch, Französisch und weitere
- Kennung
- UWC-Nr. 4050
Ihre Vorteile
Warum Unterweisungscenter?
-
Rechtssicher
ArbSchG-konform
-
Mehrsprachig
DE, EN, FR u. a.
-
Zertifikat
Automatisch als PDF
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Ein Klick
Keine Registrierung
-
KISS
Kurz und bündig
-
Barrierefrei
WCAG 2.2 AA
Auf dieser Seite
Abschnitt 1
Rechtliche Grundlagen
Zugrunde liegende Regelwerke
- DGUV Information 205-001 - "Betrieblicher Brandschutz in der Praxis · Ausgabe 2020.12
- DGUV Information 205-033 - Alarmierung und Evakuierung · Ausgabe 2019.10
Die Verweise führen zur jeweils herausgebenden Stelle.
Abschnitt 2
Pflichten des Arbeitgebers
- Standort und Inhalt der Alarm- und Evakuierungspläne
- Benennung von Hilfsorganisationen (Ersthelfer, Feuerwehrleute, Evakuierungsbeauftragte)
- Verhalten bei Brand, Explosion, Flüssigkeitsaustritt oder krimineller Bedrohung
- Verwendung von Lösch- und Rettungsgeräten
Die Unterweisung ist auf Basis der aktuellen Gefährdungsbeurteilung (ArbSchG § 5) durchzuführen und dokumentiert mit Name, Datum, Inhalt, Dauer zu versehen. Die Dokumente sind mindestens zwei Jahre aufzubewahren (DGUV Vorschrift 1 Anhang 2).
Abschnitt 3
Inhalte der Unterweisung
1. Alarm- und Notfallpläne erstellen
Ein praxistauglicher Alarmplan zeigt:
- Lage von Sammelplätzen und Fluchtwegen
- Standorte von Notruf- und Löschmitteln
- Kontaktdaten von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst
- Verantwortlichkeiten der Betriebsnotfallorganisation
2. Flucht- und Rettungswege
Nach ArbStättV § 4 müssen Rettungswege jederzeit frei, beleuchtet und mit Verkehrswegeschildern ausgewiesen sein. In der Schulung wird erklärt, wie Wege kontrolliert werden und welche Verhaltensregeln gelten (z. B. „Nicht rauchen, nicht rennen, Tür schließen“).
3. Brandschutz organisieren
Die Teilnehmer lernen:
- Funktionsweise von Rauchmeldern, Löschdecke, Feuerlöscher
- Richtiges Verhalten bei Brandrauch (Tiefgang, Atemschutz)
- Automatische Brandmeldeanlagen (BMA) und deren Alarmstufen
4. Kriminelle Vorfälle (Civil Protection)
Bedrohungsszenarien wie Amoklage, Erpressung oder Diebstahl bedürfen eines klaren ESK-Prinzips (Erkennen – Sichern – Kontaktieren). Die Schulung zeigt:
- Wie verdächtige Beobachtungen gemeldet werden
- Absperr- und Verbarrikadierungsmaßnahmen
- Kommunikation mit Polizei und Einsatzkräften
5. Praxisbeispiele und Übungen
Ein virtueller Rundgang durch ein Bürogebäude lässt die Teilnehmer Alarmpläne prüfen und Fluchtwege evaluieren. Ein interaktiver Brandfall zeigt das richtige Verhalten bei Rauchgas und demonstriert die Verwendung eines Feuerlöschers mittels Simulation.
Abschnitt 4
Gefährdungen & Schutzmaßnahmen
Typische Gefährdungen in der Notfallplanung:
- Verstopfte Fluchtwege durch Lagerung oder defekte Türen
- Fehlende Schilder an Notausgängen, was zu Verzögerungen führt
- Nicht geprüfte Feuerlöscher mit leerem oder falschem Löschmittel
- Veraltete Alarmpläne, die keine Umbauten berücksichtigen
Das TOP-Prinzip (Technisch – Organisatorisch – Persönlich) leitet geeignete Schutzmaßnahmen ab:
- Technisch: Installation von Notbeleuchtung, BMA, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
- Organisatorisch: Regelmäßige Kontrolle der Fluchtwege, Schulung aller Mitarbeiter, Übungsalarme
- Persönlich: Persönliche Schutzausrüstung (PSA) bereitstellen, Ersthelferausbildung
Abschnitt 5
Zielgruppen & Branchen
- Büro- und Verwaltungsbetriebe mit mehreren Stockwerken
- Logistik & Lager mit hohem Flächenbedarf und Gefahrstoffen
- Einzelhandel mit Kund*innen- und Mitarbeiterströmen
- Produktionsbetriebe mit Maschinen- und Brandrisiko
Branchenspezifische Inhalte (z. B. spezielle Löschmittel für Metallbrand) können flexibel ergänzt werden.
Abschnitt 6
Intervalle & Dokumentation
In der Praxis
Was Verantwortliche wissen müssen
Checkliste
Das sollten Sie prüfen
- Alle Flucht- und Rettungswege frei und ausgeschildert?
- Alarm- und Evakuierungspläne aktuell und sichtbar?
- Feuerlöscher gewartet und gekennzeichnet?
- Ersthelfer und Evakuierungsbeauftragte benannt?
- Notbeleuchtung funktionsfähig?
- Mitarbeiterunterweisung durchgeführt und dokumentiert?
- Übungsalarm in den letzten 12 Monaten erfolgt?
- Risikoanalyse für kriminelle Bedrohungen vorhanden?
Häufige Fehler
Das geht oft schief
- Fehlende Aktualisierung der PläneNach Umbau oder Umzug sind Fluchtwege oft falsch eingezeichnet – Verzögerungen im Notfall.
- „Versteckte“ NotausgängeTüren ohne Leuchtschrift „Notausgang“ oder zugestellte Rettungswege behindern die Evakuierung.
- Nur Theorie, keine ÜbungOhne praktische Evakuierungsübung bleibt die Reaktion der Mitarbeiter unzureichend.
- Keine Schulung von LeiharbeitendenAuch Zeitarbeitnehmer müssen laut ArbSchG § 12 unterwiesen werden – häufig vergessen.
- Fehlende DokumentationUnvollständige oder fehlende Unterweisungsnachweise sind ein Mangel bei Betriebsprüfungen.
Sonderfälle
Das gilt zusätzlich
- Menschen mit Behinderung
Evakuierungspläne müssen Personal Evacuation Plans (PEEPs) enthalten, die individuelle Fluchtwege und Assistenzpersonen festlegen.
Häufige Fragen
Fragen zur Unterweisung Notfallplanung
Muss die Unterweisung für Home-Office-Mitarbeiter erfolgen?
Ja, soweit diese ab und zu ins Büro kommen. Die Schulung kann digital erfolgen und wird durch Präsenzübungen ergänzt.
Wer führt die Unterweisung durch?
Die Verantwortung trägt der Arbeitgeber. Er kann Sicherheitsfachkräfte, Feuerwehr oder externe Anbieter beauftragen.
Wie lange dauert die Schulung?
Mindestens 30 Minuten, bei komplexen Gebäuden bis zu 60 Minuten inklusive Übung.
Was passiert bei Nichtunterweisung?
Verstöße können von der Berufsgenossenschaft mit Bußgeld geahndet werden; bei Unfällen droht Regress.
Gibt es Vordrucke für die Dokumentation?
Ja, die BG ETEM stellt kostenlose Unterweisungsnachweise zur Verfügung.
Können Inhalte individuell angepasst werden?
Absolut. Unsere Online-Schulung erlaubt das Hochladen von betriebsspezifischen Alarmplänen und Risikoanalysen.
Muss jeder einzeln unterschreiben?
Ja, auch bei digitaler Schulung wird ein elektronisches Zertifikat ausgestellt.
Sind Übungsalarme Pflicht?
Ja, gemäß DGUV Vorschrift 1 ist mindestens einmal jährlich eine Evakuierungsübung durchzuführen.
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